Glossar
40 Fachbegriffe aus Traumdeutung, Klartraum-Praxis und Schlafforschung.
Albtraum
Ein Traum mit starken negativen Gefühlen, der meist zum Aufwachen führt und gut erinnert wird.
Anima und Animus
Nach Jung das innere weibliche Bild im Mann und das innere männliche Bild in der Frau, oft als fremde Traumfigur…
Archetyp
Nach C. G. Jung ein urtümliches Bildmuster des kollektiven Unbewussten, das in Träumen und Mythen weltweit auftaucht.
Falsches Erwachen
Man träumt, aufgewacht zu sein, und träumt in Wahrheit weiter. Häufig bei geuebten Klarträumern.
Hypnagogie
Der Übergangszustand beim Einschlafen mit fliessenden Bildern, Klängen und Gedankenfetzen.
Individuation
Jungs Begriff für den lebenslangen Prozess, unbewusste Anteile zu integrieren und zu einer ganzen Persönlichkeit zu werden.
Kollektives Unbewusstes
Jungs Annahme einer allen Menschen gemeinsamen Schicht des Unbewussten, in der die Archetypen liegen.
Luzider Traum
Ein Traum, in dem dem Träumenden bewusst ist, dass er träumt. Oft besteht dabei auch Einfluss auf das Traumgeschehen.
Melatonin
Das Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus mitsteuert. Seine Ausschüttung beginnt bei Dunkelheit.
MILD
Mnemonic Induction of Lucid Dreams, eine Technik von Stephen LaBerge, die mit einer beim Einschlafen wiederholten Absicht und bildlicher Vorstellung…
Nachtschreck
Ein Aufschrecken aus dem Tiefschlaf mit heftiger Angstreaktion, an das keine Erinnerung besteht. Anders als der Albtraum, der aus dem…
Non-REM-Schlaf
Sammelbegriff für alle Schlafstadien ausserhalb des REM-Schlafs, also Leicht- und Tiefschlaf. Er dient vor allem der körperlichen Regeneration.
Präkognitiver Traum
Ein Traum, dem vorhersagende Kraft zugeschrieben wird. Wissenschaftlich nicht belegt, meist durch selektive Erinnerung erklärbar.
Realitätscheck
Eine kurze Prüfung, ob man wach ist oder träumt, etwa der Versuch, bei zugehaltener Nase zu atmen. Regelmässig wach geuebt,…
REM-Rebound
Das verstärkte Auftreten von REM-Schlaf, nachdem er zuvor unterdrückt wurde, etwa durch Alkohol. Führt zu intensiven, unruhigen Träumen.
REM-Schlaf
Die Schlafphase mit schnellen Augenbewegungen, in der die lebhaftesten Träume entstehen. Das Gehirn ist dabei fast so aktiv wie im…
Schatten
Bei Jung die Gesamtheit der abgelehnten, verdrängten Persönlichkeitsanteile. Im Traum erscheinen sie oft als bedrohliche Gestalten.
Schlafbedürfnis
Die individuell nötige Schlafmenge. Bei Erwachsenen liegen die meisten zwischen sieben und neun Stunden.
Schlafhygiene
Die Gesamtheit der Gewohnheiten und Bedingungen, die guten Schlaf fördern, etwa feste Zeiten und Dunkelheit.
Schlafparalyse
Die Muskelblockade des REM-Schlafs, die beim Aufwachen kurzzeitig fortbesteht. Man ist wach, kann sich aber nicht bewegen. Harmlos, aber oft…
Schlafzyklus
Eine Abfolge aus Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf von rund 90 Minuten. Pro Nacht durchläuft man vier bis sechs davon.
Tagesrest
Von Freud geprägter Begriff für Eindrücke des Vortags, die als Baumaterial in den Traum eingehen.
Tagtraum
Bildhaftes Abschweifen im Wachzustand. Nicht mit dem Schlaftraum verwandt, aber ebenfalls Ausdruck innerer Themen.
Tiefschlaf
Das Stadium mit langsamen Hirnwellen und der stärksten körperlichen Erholung. Er liegt geballt in der ersten Nachthälfte.
Traumarbeit
Bei Freud die Umformung latenter Traumgedanken in die manifeste Traumhandlung, unter anderem durch Verdichtung und Verschiebung.
Traumkontrolle
Die Fähigkeit, im luziden Traum Handlung, Umgebung oder Figuren bewusst zu beeinflussen.
Traumsymbol
Ein Bild im Traum, dem eine übertragene Bedeutung zugeschrieben wird. Die persönliche Assoziation wiegt schwerer als jede allgemeine Deutung.
Traumtagebuch
Eine Aufzeichnung der eigenen Träume direkt nach dem Aufwachen. Grundlage für Traumerinnerung und Klartraum-Praxis.
Traumzeichen
Wiederkehrende Elemente in den eigenen Träumen, die als persönlicher Auslöser für Luzidität genutzt werden können.
Verdichtung
Ein Mechanismus der Traumarbeit, bei dem mehrere Bedeutungen in einem einzigen Traumbild zusammenfallen.
Verschiebung
Ein Mechanismus der Traumarbeit, bei dem die emotionale Bedeutung von einem Element auf ein unauffälligeres wandert.
WBTB
Wake Back To Bed. Man unterbricht den Schlaf nach einigen Stunden kurz und legt sich mit der Absicht wieder hin,…
Wiederkehrender Traum
Ein Traum, der sich über Wochen oder Jahre in ähnlicher Form wiederholt. Gilt als Hinweis auf ein ungelöstes Thema.